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Im Fußball steht fest: Vereine mit viel Geld haben es auf Dauer leichter, erfolgreich zu sein. Mächtige Teams wie der FC Bayern oder der FC Barcelo...

So funktioniert die beste Basketballliga der Welt

Warum die NBA nicht langweilig wird

Im Fußball steht fest: Vereine mit viel Geld haben es auf Dauer leichter, erfolgreich zu sein. Mächtige Teams wie der FC Bayern oder der FC Barcelona werden wohl nie gegen den Abstieg spielen. In der NBA spielt Geld in einigen Bereichen eine untergeordnete Rolle. Wer erfolgreich sein will, braucht einen langfristigen Plan und Glück.

Das System der NBA basiert auf dem Gedanken, dass jedes Team die Chance haben soll, Meister zu werden. In den vergangenen sieben Jahren hat es sechs unterschiedliche Champions gegeben. Zwei Aspekte spielen dabei eine wichtige Rolle: das Tausch-Prinzip und der NBA-Draft. 

Ein Superstar für viele gute Spieler

In der NBA gibt es nicht das Prinzip: Ich gebe dir Geld, du mir einen Spieler. Ein Verein kann einen Spieler mit laufendem Vertrag nur verpflichten, wenn er dafür eigene Spieler abgibt. Hat Team A zwei starke Flügel und Team B zwei starke Center, dann können sie sich auf einen Wechsel einigen, von dem beide profitieren.

Spannend wird es vor allem dann, wenn ein Star-Spieler involviert ist. Teams dürfen Spieler nur dann tauschen, wenn beide ungefähr gleich viel Geld verdienen. Ist der Unterschied zu groß, müssen mehrere Spieler und manchmal auch weitere Teams miteinbezogen werden. Die Minnesota Timberwolves wollten 2014 ihren Star Kevin Love loswerden und die Cleveland Cavaliers waren interessiert.

Da Cleveland aber keinen Spieler abgeben konnte/wollte, der wie Love fast 15 Millionen Dollar im Jahr verdient hat, haben sie zwei junge Spieler im Tausch nach Minnesota geschickt und auch noch ein drittes Team miteinbezogen. Die Philadelphia 76ers haben nämlich im Rahmes dieses Wechsels auch noch Spieler mit Minnesota getauscht, damit die Timberwolves am Ende zufrieden und bereit waren, Kevin Love abzugeben.

Es funktioniert natürlich nicht immer so gut, aber dieser Trade zeigt, wie die Regeln der NBA für ein Gleichgewicht in der Liga sorgen. Minnesota hat zwar seinen Topspieler abgegeben, aber statt in ein Loch zu fallen, besteht das Team jetzt aus vielen jungen, talentierten Spielern. Die Timberwolves haben das Potential, in ein paar Jahren ganz oben anzugreifen.

Die Cavaliers haben auf den sofortigen Erfolg gesetzt und Recht bekommen. Mit Kevin Love sind sie im Juni Meister geworden. Es könnte aber gut sein, dass sich das Blatt in vier bis fünf Jahren wendet. Dann haben sich die jungen Spieler der Timberwolves vielleicht zu einem Starteam geformt und Cleveland muss über einen Neustart nachdenken.

Bringt Kevin Durant die Ausgeglichheit durcheinander?

Aktuell wird das Prinzip der Ausgeglichenheit in der NBA heftig diskutiert. Das liegt daran, dass sich Superstar Kevin Durant nach Ablauf seines Vertrags entschieden hat, zu den Golden State Warriors zu gehen. Ein Team, das schon ohne ihn in den letzten beiden Jahren Meister und Vize-Meister geworden ist. Viele sprechen jetzt vom zukünftigen Serienmeister. Aber auch hier heißt es abwarten.

Golden State musste viele gute Spieler aus einer intakten Mannschaft abgeben, um sich Kevin Durant leisten zu können. Außerdem läuft im nächsten Jahr der Vertrag des anderen Superstars, Stephen Curry, aus. Bei einer Vertragsverlängerung könnte er doppelt so viel Geld verlangen. Auch dann müsste Golden State wieder Spieler ziehen lassen. Und überhaupt: Die Warriors müssen erstmal beweisen, dass sie mit Kevin Durant genau so oder noch besser spielen als ohne ihn.

Mit dem Draft werden die Karten neu gemischt

Ein weiteres Regulativ der NBA ist der Draft. Jedes Jahr kurz nach den Finals werden 60 Spieler aus den Colleges der USA und aus dem Ausland an die 30 Teams der Liga verteilt. Das funktioniert grob gesagt so: Die Teams, die in der vergangenen Saison am schlechtesten abgeschnitten haben, dürfen im Draft als erstes einen Spieler auswählen und haben damit die größten Chancen, den Spieler mit dem meisten Star-Potential zu bekommen.

Dazu gehört allerdings auch Glück. Cleveland durfte zum Beispiel 2003 als erstes Team einen Spieler wählen. Das Jahr, in dem LeBron James im Draft stand. Mit James als Leader entwickelte sich Cleveland innerhalb von drei Jahren vom schlechtesten Team der Liga zu einem der besten.

Mit Top-Pick in die Playoffs?

Im diesjährigen Draft haben die Philadelphia 76ers den Australier Ben Simmons als erstes ausgewählt. Ein Spieler, von dem sowohl Trainer als auch Experten viel erwarten. Er wird die seit Jahren schlechten 76ers nicht zum Titelfavoriten formen, aber vielleicht zu einem Playoff-Team und das wäre ein gigantischer Sprung für den Verein und seine Fans.

Spieler haben nicht viel zu melden

Dass die Liga so ausgeglichen ist, funktioniert allerdings zum Teil auch nur, weil die Spieler wenig Mitspracherecht haben. Auch wenn ein Spieler gerade erst einen Vier-Jahres-Vertrag in Miami unterschrieben hat, kann es sein, dass er im Rahmen eines Trades wenig später ins 5000 Kilometer entfernte Portland geschickt wird. Der Vertrag und das Gehalt an sich verändern sich dabei nicht. Wer Profi-Basketballer in der NBA ist, verdient zwar viel Geld, kann aber selten beeinflussen, wo sein Zuhause ist.

Jüngstes Beispiel ist Jameer Nelson. Er unterschrieb 2014 einen Vertrag in Dallas, weil er gerne für die Mavericks spielen wollte. Kaum angekommen, wurde er ein paar Monate später nach Boston und knapp vier Wochen danach weiter nach Denver geschickt.

Stand: 19.07.2016, 08:46

   
19.07.2016 08:46    Kommentare: 0    Kategorien: Sonstige News      Stichwoerter: nba  basketball  trade  draft  nrw  
 
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