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Neuseeland hat die WM-Titel 2015 und 2011 im Rugby gewonnen. Im Viertelfinale trifft der Champion auf Irland - natürlich als Favorit. Aber das Tur...

Weltmeisterschaften in Japan

Rugby-WM - Favoriten-Check vor dem Viertelfinale

Neuseeland hat die WM-Titel 2015 und 2011 im Rugby gewonnen. Im Viertelfinale trifft der Champion auf Irland - natürlich als Favorit. Aber das Turnier hat bisher auch schon einige Überraschungen geliefert - sportschau.de checkt die acht Teams.

Neuseeland - Irland (19. Oktober in Chōfu)

Sollte Irland die Überraschung gelingen, wäre es es das erste Mal überhaupt, dass sie ein WM-Halbfinale erreichen. In zwei Test-Vergleichen haben sich die Iren in der Tat schon gegen Neuseeland durchgesetzt, im vergangenen Jahr und vor drei Jahren. Insgesamt ist ihre Testspiel-Bilanz aber eher niederschmetternd: 28 von 31 Duellen gingen an die All Blacks.

Dass das Team von Steve Hansen eine echte Turniermannschaft ist, hat sie in den vergangenen 17 (!) WM-Partien bewiesen - die letzte WM-Niederlage der Neuseeländer datiert aus dem Jahr 2007. In der Vorrunde tat sich der Turnierfavorit gegen Südafrika offensiv noch schwer (23:13), zerlegte dann aber Kanada (63:0) und Namibia (71:9). Irland verlor das Duell mit Japan, zeigte sich in den anderen Partien aber souverän - wie beispielsweise beim 35:0 gegen die Russen.

England - Australien (19. Oktober in  Ōita)

Während sich Australien bisher vor allem zu Spielbeginn wiederholt schwergetan hat, sind die Engländer richtig ins Rollen gekommen. Allerdings: Da das Spiel gegen Frankreich wegen des Taifuns Hagibis abgesagt wurde, fehlt noch eine ernstzunehmende Standortbestimmung. Aus einem 35:3 gegen Tonga oder einem 45:7 gegen die USA in der Vorrunde lässt sich nicht viel über die Krisenfestigkeit des Teams von Eddie Jones ablesen.

Die körperliche Überlegenheit spricht aber auf jeden Fall für England, ebenso der aktuelle Lauf: Die vergangenen sechs Test-Partien gingen allesamt an die Briten, die aber ihr letztes WM-Duell mit Australien vor vier Jahren mit 13:33 verloren. Stark bei den Australiern, die erst zweimal in einem WM-Viertelfinale ausschieden: Samu Kerevi, der in drei Vorrundenspielen 20 Verteidiger überlaufen hat - eine Top-Quote.

Wales - Frankreich (20. Oktober in  Ōita)

Die Waliser gehen als Favorit in die Partie, aber Frankreich ist alles zuzutrauen. In der Vorrunde hat Wales alle vier Spiele gewonnen, sich dabei aber gegen Fidschi (29:17) und vor allem Australien (29:25) durchauch schwergetan. Den Franzosen steckt sicher noch in den Knochen, dass sie beim Six-Nations-Turnier am 1. Februar dieses Jahres mit 16:0 gegen Wales in Führung lagen - am Ende aber noch mit 19:24 niedergerungen wurden. Ein Spielverlauf, der für Frankreich aber kein Einzelfall ist: Gleich sechsmal gaben sie seit 2016 in Test-Matches noch einen Vorsprung aus der Hand.

In Top-Form bei den Walisern ist Flügelspieler ("Wing") Josh Adams, der bereits fünf Versuche gelegt hat und mit 13 Clean Breaks der beste Mann der Vorrunde war. Den 24-Jährigen aus Swansea, der für die Cardiff Blues spielt, müssen die Franzosen stoppen, wenn sie ins Halbfinale einziehen wollen. In der Vorrunde kam Frankreich nur schleppend in Fahrt und schrammte gegen Tonga (23:21) nur knapp an einer Vollblamage vorbei. Auch gegen Argentinien war es - ebenfalls mit einem 23:21 - extrem eng.

Japan - Südafrika (19. Oktober in Chōfu)

Die Südafrikaner haben sich in der Vorrunde richtig warmgespielt, sie erzielten die Top-Werte bei den gelegten Versuchen (27) und bei den erzielten Punkten (185), sie machten einen hochkonzentrierten Eindruck und leisteten sich kaum Turnovers. Nur 36 zugelassene Zähler in den vier Partien sind ebenfalls stark, 23 davon gelang Neuseeland beim Sieg gegen die "Springboks".

Die Japaner sind zwar in diesem Duell der Außenseiter, haben aber in Kotaro Matsushima einen der wertvollsten Akteure der Vorrunde in ihren Reihen. Der in Südafrkias Hauptstadt Pretoria geborene enorm vielseitige 26-Jährige liegt mit fünf gelegten Versuchen ganz vorn, hat auch hervorragende Daten bei den zurückgelegten Metern, den Breaks und Carries. In der Defensive ist Kazuki Himeno ein Hoffnungsträger, er erwies sich bislang als bester Balldieb gegen getackelte Spieler.

Stand: 18.10.2019, 09:54

   
18.10.2019 09:54    Kommentare: 0    Kategorien: Sonstige News      Stichwoerter: taifun  deutschland/international  
 
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