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Deutschlands Triathlon-Profis geben beim Ironman Hawaii weiter den Ton an. Bei Patrick Langes krankheitsbedingter Aufgabe feiert Jan Frodeno einen ...

Dritter WM-Titel auf Hawaii

Neuer Streckenrekord! Frodeno wieder Ironman-Weltmeister

Deutschlands Triathlon-Profis geben beim Ironman Hawaii weiter den Ton an. Bei Patrick Langes krankheitsbedingter Aufgabe feiert Jan Frodeno einen historischen WM-Triumph.

Triathlet Jan Frodeno ist zurück auf dem Ironman-Olymp. Der gebürtige Kölner gewann in der Nacht zu Sonntag (13. Oktober) zum insgesamt dritten Mal nach 2015 und 2016 die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii. Frodeno absolvierte die 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und den abschließenden Marathon in einer neuen Streckenrekordzeit von 7:51:13 Stunden. Historisch: Frodeno ist der erste Deutsche, der sich drei Mal zum König von Kona krönen konnte.

"Es war der Tag, den ich meine Karriere lang gesucht habe", sagte er nur wenige Momente nach seiner Zielankunft. "Es bedeutet, dass es sich gelohnt hat, noch einmal zu träumen. Ein fantastisches Gefühl."

Frodeno dominiert das Geschehen

Der 38-Jährige dominierte das Rennen von Beginn an: Er stieg mit der Spitzengruppe aus dem Pazifikwasser, brachte sich auf der Radschleife durch die Lavawüste Hawaiis in Führung und war auf der Laufstrecke nicht mehr einzuholen. Zweiter wurde der US-Amerikaner Tim O'Donnell (7:59:40). Mit Sebastian Kienle (Mühlacker) komplettierte ein weiterer Deutscher das Podium. Der Hawaii-Champion von 2014 kam nach 8:02:04 Stunden ins Ziel.

"Jan war in einer eigenen Welt. In meiner Welt hatte ich ganz schön zu kämpfen", sagte Kienle. "Das war brutal hart, eines meiner härtesten Rennen. Ich dachte, dass ich beim Laufen noch einen Pfeil mehr im Köcher habe. Aber hier kommt eben die Wahrheit ans Licht. Ein Marathon unter diesen Bedingungen ist etwas anderes."

Fieber: Lange muss vorzeitig aufhören

Vorjahressieger Patrick Lange (Bad Wildungen) musste das Rennen vorzeitig beenden: Er hatte in der Nacht zuvor Fieber bekommen. Am Morgen sei zwar alles wieder gut gewesen, berichtete sein Manager Jan Sibbersen. Doch während des Wettkampfes wurde Lange von seinem Körper gestoppt. "Ihm ist plötzlich schwindelig und schwarz vor Augen geworden. Wenn man einen Blackout für zwei, drei Sekunden hat, ist es gefährlich. Da gibt es keine Optionen mehr", so Sibbersen.

Deswegen verließ Lange nach rund 70 Kilometern auf dem Rad seine Aeroposition, bremste abrupt ab und fuhr plötzlich rechts ran. Auf einem nahe gelegenen Parkplatz wurde sein Rad eingepackt und er stieg auf den Beifahrersitz eines Pkw. Wenig später war der Nordhesse mit seiner Frau Julia auf dem Rückweg in die Unterkunft. Mit 7:52:39 Stunden war Lange seit dem vergangenen Jahr der bisherige Streckenrekordhalter.

Deutsche Dominanz auf Hawaii

Seit 2014 kommt der Ironman-Weltmeister in schöner Regelmäßigkeit aus Deutschland. Nach den Erfolgen von Kienle (2014) und Frodeno (2015, 2016) konnte Lange den traditionsreichen Langdistanz-Triathlon auf Hawaii ebenfalls zwei Mal in Folge für sich entscheiden. Eine solche Dominanz eines Landes hat es zuletzt zwischen 2007 und 2012 gegeben, als Chris McCormac, Craig Alexander und Pete Jacobs sechs australische Siege in Serie eingefahren hatten.

red/dpa | Stand: 13.10.2019, 02:17

   
13.10.2019 02:17    Kommentare: 0    Kategorien: Sonstige News      Stichwoerter: triathlon  ironman  hawaii  frodeno  lange  deutschland/international  
 
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