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Von wegen 1 zu 15,5 Millionen: Dass auch der nächste Ironman-Weltmeister aus Deutschland kommt, ist wahrscheinlicher als ein Sechser im Lotto. Denn...

Weltmeisterschaft auf Hawaii

Lange und Co. jagen den Ironman-Lottogewinn

Von wegen 1 zu 15,5 Millionen: Dass auch der nächste Ironman-Weltmeister aus Deutschland kommt, ist wahrscheinlicher als ein Sechser im Lotto. Dennoch könnte ein weiterer schwarz-rot-goldener Triumph auf Hawaii ein historischer Jackpot sein.

Triathlon-Deutschland steht kurz vor einem Lottogewinn. Könnte zumindest meinen, wer in diesen Tagen auf die Bilanz der deutschen Top-Athleten bei den Ironman-Weltmeisterschaften auf Hawaii schaut. Seit 2014 – und damit seit fünf Jahren in Folge – ging die Krone von Kailua-Kona in schöner Regelmäßigkeit an einen Profi mit schwarz-rot-goldener Flagge.

Sebastian Kienle (2014), Jan Frodeno (2015, 2016) und Patrick Lange (2017, 2018) prägen die erfolgreichste deutsche Ära seit den Triumphen von Normann Stadler und Langes Trainer Faris Al-Sultan Mitte der 2000er. Ein weiterer Sieg würde nun den Sechser im Hawaii-Lotto perfekt machen.

"Könnte nicht besser sein"

Die Chancen darauf? Stehen wesentlich besser als 1 zu 15,5 Millionen. Schließlich sind es abermals Kienle, Lange und allen voran Frodeno, die aus dem Starterfeld der Profis herausstechen und die Gruppe der Top-Favoriten anführen. "Für uns könnte es nicht besser sein", beschreibt Kienle die besondere Ausgangslage vor dem wichtigsten Langdistanz-Rennen des Jahres, das deutscher Zeit in der Nacht von Samstag auf Sonntag (12./13. Oktober) über die Bühne geht. sportschau.de überträgt ab 18.15 Uhr im Livestream.

"Auch wenn du ungern gegen einen von den beiden verlierst, ist es trotzdem für uns total klasse und für den Sport wahnsinnig geil, dass wir die Situation haben. Drei so starke Athleten – für mich ist das auch wahnsinnig motivierend."

Kienle ist in Form

Motivierend dürfte für den 35 Jahre alten, technikbegeisterten Athleten aus Baden-Württemberg auch sein bisheriger Saisonverlauf sein. Rang eins bei den Mitteldistanz-Challenges in Heilbronn und Šamorín (Slowakei), Rang zwei bei der Ironman-Langdistanz-Europameisterschaft in Frankfurt: Kienle präsentiert sich 2019 in einer sehr guten Form.

Auch sein fünfter Platz bei der 70.3-WM Anfang September in Nizza kann eigentlich gar nicht hoch genug eingeordnet werden, fehlten ihm doch wegen einer Bänderdehnung einige wichtige Trainingseinheiten. Umso bemerkenswerter, dass der bärenstarke Radfahrer aktuell auch auf der Laufstrecke zu den Schnellsten gehört.

Frodeno der "kompletteste" Athlet

In Nizza absolvierte er den Halbmarathon in 1:09:31 Stunden – die zweitbeste Zeit aller Profis im Ziel. Ein Geheimrezept? Gibt es nicht. "Wenn alle hart Rad fahren, bin ich einer der besten Läufer", sagt er nur.

3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren, zum Abschluss ein Marathon – all das unter den besonderen Bedingungen auf Big Island. Als jener "kompletter" Athlet, der alle drei Disziplinen am besten unter einen Hut bekommt, gilt Jan Frodeno. Wobei der 38-Jährige über sich selbst sagt: "Ich kann alles so ein bisschen."

Konkurrenz zu Lange motiviert Frodeno

Dieses "Bisschen" verhilft Frodeno aber auch in dieser Saison wieder zu Höchstleistungen und Top-Platzierungen. Neben seinen Siegen bei den 70.3-Wettbewerben im Kraichgau und in Gdynia sticht natürlich der Triumph beim Ironman Frankfurt hervor. Auch bei der WM auf Hawaii darf es nach zwei schwierigen Jahren 2017 (Gesamtrang 70 nach einem Marathon unter Rückenschmerzen) und 2018 (verletzungsbedingte Absage) gerne wieder ganz nach oben auf dem Treppchen gehen.

Das Duell mit seinem Kumpel Kienle und insbesondere mit Hawaii-Experte Lange stachelt Frodeno dabei an. "Natürlich ist es immer toll für mich, Patrick zu schlagen", sagt der gebürtige Kölner, der mittlerweile mitsamt seiner Familie in Girona im Nordosten Spaniens heimisch geworden ist. "Patrick ist inzwischen einer der besten Langstrecken-Athleten, die es gibt."

Lange seit 2016 im Fokus

Lange, dessen Wurzeln im nordhessischen Bad Wildungen liegen und der nun eine neue Heimat in Hallein nahe Salzburg gefunden hat, wird solche Worte sicherlich gerne hören. Klar: Rang drei 2016 und allen voran seine sensationellen Siege in den vergangenen zwei Jahren haben den 33-Jährigen von Hawaii in die Ironman-Weltspitze katapultiert. Stand jetzt hat Lange allerdings eine Saison hinter sich, die Konkurrent Kienle aus der Ferne unumwunden als "katastrophal" bezeichnet.

Bei der EM in Frankfurt, dem zweitwichtigsten Rennen im Kalender, ließen ein Defekt am Rad sowie Magen-Darm-Probleme eine bessere Platzierung als Rang elf nicht zu. Langes Rückstand auf Frodeno damals: fast 52 Minuten. Die mit Position 22 nicht gelungene Hawaii-Generalprobe in Nizza überlagert da beinahe, dass er mit dem ersten Platz beim Ironman 70.3 Vietnam in diesem Jahr auch schon eine Top-Platzierung erreicht hat. 

Der erste Deutsche mit drei Siegen in Folge?

Auf Hawaii könnte Lange der erste Deutsche werden, der drei Mal in Serie gewinnt. "Das würde mir schon sehr viel bedeuten", sagt er. "Der dritte Sieg würde mich in eine Gesellschaft von noch weniger außerordentlich guten Triathleten befördern – und das wäre eine extrem befriedigende Tatsache." Genau wie bei seinem WM-Debüt 2016 muss Lange auch dieses Mal auf die persönliche Unterstzützung seines Trainers Faris Al-Sultan verzichten. Dem Champion von 2005 sind die benötigten Einreisepapiere nicht ausgestellt worden.

"Wenn der Startschuss fällt, dann ist der Athlet auf sich alleine gestellt und da kann ein Trainer wenig ausrichten", misst Lange dem Vorfall möglichst wenig Bedeutung bei. Jan Frodeno geht derweil davon aus, dass sich der Vorjahressieger auf Hawaii ohnehin anders präsentiert als noch in den vergangenen Monaten. "Es gibt zwei Patrick Lange", sagt Frodeno.

"Es gibt zwei Patrick Lange"

"Es gibt Patrick Lange von November bis September und es gibt Patrick Lange im Oktober. Und wir haben Oktober. Das zweite Oktober-Wochenende scheint ihm besonders gut zu liegen", vermutet Frodeno lachend, warum sein Konkurrent ausgerechnet mit den extremen Bedingungen der Pazifikinsel so gut zurechtkommt. Es ist also alles bereit für den nächsten deutschen Fight um die Triathlon-Krone von Kona – und für den Ironman-Lotto-Jackpot.     

Stand: 09.10.2019, 17:08

   
09.10.2019 17:08    Kommentare: 0    Kategorien: Sonstige News      Stichwoerter: triathlon  ironman  hawaii  lange  frodeno  deutschland/international  
 
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