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Der Brite Simon Yates führt nach zwei Wochen den Giro d'Italia an. Doch er muss weiter Zeit gewinnen, um das Rosa Trikot nach Rom zu tragen.

Brite im Rosa Trikot

Giro d'Italia - Yates im Angriffsmodus

Der Brite Simon Yates führt nach zwei Wochen den Giro d'Italia an. Doch er muss weiter Zeit gewinnen, um das Rosa Trikot nach Rom zu tragen.

47 Sekunden sind wohl zu wenig. Simon Yates weiß das. Und deshalb hat er schon angekündigt, dass er am Wochenende weiter attackieren wird, um seinen Vorsprung in der Gesamtwertung des Giro d'Italia auszubauen und das Rosa Trikot auch durch die dritte und finale Woche zu tragen. Nach Möglichkeit bis nach Rom.

Angst vor dem Zeitfahren

Der Giro startet an diesem Wochenende mit zwei schweren Bergetappen in die entscheidende Phase. Und nach Lage der Dinge läuft der Kampf um den Gesamtsieg auf ein Duell zwischen dem 25 Jahre alten Briten Yates und dem Vorjahressieger Tom Dumoulin, 27, aus den Niederlanden hinaus.

Dumoulin, Kapitän des deutschen Teams Sunweb, ist der bessere Zeitfahrer. Er hält den Titel des Weltmeisters in dieser Disziplin, weshalb Yates das Zeitfahren am kommenden Dienstag fürchtet. "Ich habe Angst vor diesem Zeitfahren, lassen sie uns da nicht drumrum reden", sagt er. "Ich kann dort jede Menge Zeit verlieren."

Mindestens zwei Minuten Vorsprung, glaubt Yates, muss er in den 34,2 Kilometer langen Kampf um die Uhr mitbringen aus den Etappen auf den extrem steilen Monte Zoncolan am Samstag (19.05.2018) und der mit vier kategorisierten Anstiegen versehenen 15. Etappe am Sonntag. 90 Sekunden könnten reichen, legt man die bisherigen Zeitfahrduelle zwischen dem Briten und Dumoulin zugrunde.

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Zwang zur Attacke

So oder so muss Yates am Wochenende in die Offensive gehen. In den Bergen hat er einen Vorteil gegenüber seinem Konkurrenten. Yates gehört zum Klub der extremen Leichtgewichte. Nur 58 Kilogramm bringt der 1,72 Meter große Radprofi auf die Waage, was ihm beim Klettern die Sache erleichtert, die Dinge im Zeitfahren jedoch erschwert. Beim 9,2 Kilometer langen Auftaktzeitfahren des Giro d'Italia in Jerusalem verlor er 20 Sekunden auf Dumoulin.

Glücklicherweise kommt der Zwang zur Attacke dem in Bury nahe Manchester geborenen Yates entgegen. Denn eine defensive Fahrweise liegt ohnehin nicht in seinem Naturell. "Ich fahre gerne aggressiv", sagte er dem Magazin Procyling im Winter. Den Beweis dafür lieferte er am Mittwoch auf der 11. Etappe nach Osimo, wo er auf der steilen Schlussrampe einen überraschenden Angriff lancierte und damit seine Führung um einige Sekunden weiter ausbaute.

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Viermonatige Sperre 2016

Yates besitzt ein gutes Gespür für den richtigen Moment für solche Attacken. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Adam, der in diesem Jahr bei der Tour de France für Furore sorgen will, durchlief er die Ausbildung der "British Cycling Academy" in Manchester. Seine ersten Erfolge feierte Simon Yates auf der Bahn: 2013 gewann er den Weltmeister-Titel im Punktefahren.

Ein Jahr später wechselte er zu den Profis auf die Straße, musste dann aber 2016 seinen Anlauf auf die Spitze erst einmal unterbrechen. Grund war eine viermonatige Sperre wegen "unabsichtlichen" Dopings. Yates war mit einem positiven Test auf das Asthmamittel Terbutalin aufgefallen. Sein Teamarzt hatte vergessen eine entsprechende Ausnahmegenhmigung zu beantragen. Seit seiner Rückkehr hat Yates nun bereits zehn Profisiege gefeiert. Bei der Tour de France 2017 gewann er als Gesamtsiebter das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers.

Teamkollge Chaves keine Option mehr

Doch so stark wie diesmal präsentierte sich Yates bislang noch nicht. Der Etappensieg in Osimo war bereits sein zweiter Tageserfolg beim diesjährigen Giro d'Italia. Den ersten feierte er auf dem Gran Sasso d'Italia, einem giftigen und langen Anstieg in den Abruzzen. Auch auf dem Ätna war Yates der stärkste Kletterer unter den Favoriten, überließ den Tagessieg aber seinem Teamkollegen Estaban Chaves.

Der Kolumbianer erlebte jedoch am vergagenen Dienstag einen schweren Einbruch, verlor 25 Minuten und damit alle Aussichten auf eine vordere Platzierung in der Gesamtwertung. Das australische Team Mitchelton-Scott ist mit dem Verlust der zweiten Spitze eine wichtigen taktische Möglichkeit beraubt. Yates ist dadurch nun auf sich alleine gestellt. Auf Attacken verzichten, um Kraft für die schwere letzte Giro-Woche zu sparen, wird er deshalb aber nicht. "Ich muss damit weitermachen", sagt er. "Wenn ich in der letzten Woche explodiere, dann soll es so sein."

Stand: 18.05.2018, 11:21

   
18.05.2018 11:21    Kommentare: 0    Kategorien: Sonstige News      Stichwoerter: giro d'italia  rosa trikot  simon yates  deutschland/international  
 
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