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Der Druck auf den Eishockey-Weltverband nimmt zu, Belarus die Weltmeisterschaft zu entziehen. Präsident René Fasel scheut sich noch vor einer Verle...

Verlegung gefordert, Druck wächst

Eishockey-WM in Belarus: Weltverband macht eine schlechte Figur

Der Druck auf den Eishockey-Weltverband nimmt zu, Belarus die Weltmeisterschaft zu entziehen. Präsident René Fasel scheut sich noch vor einer Verlegung, dabei gibt es schon Alternativen.

Eishockey-Weltverbandspräsident René Fasel bereut die Umstände seines Besuchs beim belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko. An der Weltmeisterschaft in Minsk in diesem Jahr hält Fasel aber fest. "Stellen Sie sich vor, wir sagen die WM in Weißrussland jetzt ab: Wird das etwas an der Situation im Land ändern? Sicher nicht", sagte Fasel im Interview des Schweizer TV-Senders "SRF News".

Fasel war am Montag (11.01.2021) nach Minsk gereist, um seine "guten Beziehungen" zu Lukaschenko zu nutzen, einen Ausweg aus dem Dilemma um die WM in diesem Jahr zu erörtern. Wegen massiver Polizeigewalt gegen Andersdenkende ist Belarus als WM-Standort umstritten. Die WM ist vom 21. Mai bis 6. Juni im lettischen Riga und in Minsk geplant.

Es geht auch ums Geld

Ausgehend vom Druck der lettischen Regierung hatten europäische und deutsche Politiker gefordert, Belarus die WM zu entziehen. Fasel indes räumte ein, dass dies allein aus finanziellen Gründen kaum möglich sei. "Wir haben einen Vertrag mit dem weißrussischen Eishockey-Verband. Unsere Pflicht ist es, die Eishockey-WM durchzuführen. Es gäbe auch Folgen, wenn man diese jetzt nicht abhält", sagte der 70 Jahre alte Schweizer.

Mangelnde Corona-Schutzmaßnahmen

Auch wegen mangelnder Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie ist Belarus als WM-Standort umstritten. "Wir können dort nicht vom internationalen Standard sprechen, den man für eine WM erwartet", räumte Fasel ein: "Aber wir haben inzwischen eine Zusage der Regierung, die IIHF-Richtlinien umzusetzen." Fasel betonte, es sei "noch viel zu tun".

Alternativen gebe es aber inzwischen. "Wir haben ein Angebot aus Dänemark erhalten und befinden uns in Gesprächen mit der Slowakei", berichtete der Schweizer. Dänemark hatte die WM 2018 ausgerichtet, die Slowakei folgte ein Jahr später.

Fasel: "Das ist mir auch peinlich"

Fasels Umgang mit Lukaschenko hatte international Kritik ausgelöst. TV-Bilder von seinem Besuch in Minsk hatten einen herzlichen Umgang mit Lukaschenko und innige Umarmungen beider dokumentiert. "Es ist etwas blöd gelaufen, das ist mir auch peinlich", räumte Fasel ein: "Es tut mir leid, wenn das zur Interpretation führt, ich würde die Vorgänge und die Repression in Belarus akzeptieren. Aber ich wollte diese spezielle Beziehung zu Lukaschenko nutzen, um etwas Gutes zu tun. Damit die WM zu einer Art Versöhnung zwischen Regierung und Opposition führt."

Reindl lehnt deutschen Boykott ab

In rund zwei Wochen wird im Rat des Weltverbandes IIHF erneut über das WM-Turnier debattiert. Dem IIHF-Exekutiv-Komitee gehört auch der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes, Franz Reindl, an. Reindl gilt als möglicher Nachfolger Fasels als IIHF-Präsident. Fasel hat seinen Rückzug aus Altersgründen angekündigt.

Der "Süddeutschen Zeitung" sagte Reindl, "dass wir total verurteilen, was in Belarus passiert". Ein WM-Boykott Deutschlands, das in der Vorrunde in Riga spielen soll, hätte aber "erhebliche Nachteile für das deutsche Eishockey zur Folge".

sid/dpa | Stand: 13.01.2021, 14:56

   
13.01.2021 14:56    Kommentare: 0    Kategorien: Sonstige News      Stichwoerter: belarus  eishockey-wm  deutschland/international  
 
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