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Die Oklahoma City Thunder galten lange als Überflieger der NBA, warten aber weiter auf den Titel. In dieser Saison nehmen die Thunder um Superstar ...

Oklahomas Traum vom Titel

Das Jahr des Donners in der NBA

Die Oklahoma City Thunder galten lange als Überflieger der NBA, warten aber weiter auf den Titel. In dieser Saison nehmen die Thunder um Superstar Kevin Durant einen neuen Anlauf - es könnte ihre letzte Chance sein.

Der 21. Juni 2012 galt in der NBA als Beginn einer Ära. Die Miami Heat hatten soeben eine packende Finalserie gegen Oklahoma City für sich entschieden. Miamis Superstar LeBron James hatte den ersehnten ersten Meistertitel gewonnen, angestachelt vom ebenso groß aufspielenden Anführer des Gegners und dreifachen NBA-Topscorer, Kevin Durant.

Dieses Duell, so prophezeihten damals nicht wenige Experten, werde die Liga auf Jahre hinaus prägen. Manche zogen sogar Vergleiche mit der legendären Rivalität zwischen den Lakers und den Celtics in den 1980er Jahren. Mit einer neuen, verheißungsvollen Dramaturgie: Auf der einen Seite Miamis Starensemble um "King James", den selbsternannten Auserwählten. Auf der anderen Seite die jungen, hungrigen Überflieger aus Oklahoma, die auch außerhalb des Feldes gerne wie eine College-Mannschaft auftraten. "Wir werden zurückkommen, hoffentlich noch stärker", hatte Durant gleich nach den verlorenen Finals angekündigt.

Harden-Abgang, viel Verletzungspech bei OKC

Dass es anders kam, hatte mit den typischen Unwägbarkeiten des US-Profisports zu tun. LeBron James beendete das Kapitel Miami im Vorjahr vorzeitig - und damit auch alle Titelambitionen der Heat. Und die Thunder aus Oklahoma City fanden nie zur Stärke des Final-Sommers zurück: Erst verzockten sich die Klub-Bosse bei den Verhandlungen mit James Harden - der Olympiasieger unterschrieb einen deutlich höher dotierten Vertrag in Houston, wo er zum Topstar aufstieg.

Hinzu kam das Verletzungspech: Russell Westbrook, der zweite Star neben Durant, verletzte sich 2013 kurz vor den Playoffs am Knie. 2014 war es Serge Ibaka, in der Defensive Oklahomas wichtigster Ringbeschützer, der in den Playoffs ausfiel. Der Spanier verpasste auch die entscheidende Phase der vergangenen Saison mit einer Knieverletzung. Und schließlich erwischte es Durant, der fast die komplette Saison 2014/15 aussetzen musste.

Westbrook: "Alle in Top-Verfassung"

In diesem Jahr gehen alle Hauptdarsteller der Thunder nach langer Zeit erstmals wieder gesund in eine neue Saison. "Es ist eine Riesen-Erleichterung, alle wieder in ihrer Top-Verfassung zu sehen", sagte Westbrook zum Start der Vorbereitung.

In Bestbesetzung ist "OKC" automatisch einer der Titelfavoriten, selbst im traditionell stark besetzten Westen. Durant ist immer noch eine kaum zu verteidigende Naturgewalt. Und Westbrook, der mit Abstand athletischste Aufbauspieler der Liga, ist Spielmacher und Vollstrecker in einem.

Während Durants Abwesenheit im Vorjahr zeigte Westbrook noch mehr Führungsqualität, war sogar der erfolgreichste Schütze der Liga und löste seinen Teamkollegen als Scorer-König ab. Es war das erste Mal seit mehr als 60 Jahren, dass zwei unterschiedliche Spieler eines Teams nacheinander NBA-Topscorer wurden.

Mit Billy Donovan, einem der angesehensten College-Trainer, verpflichtete der Klub zudem einen neuen Coach, der das ohnehin schon beachtliche Offensivspiel effektiver machen und vor allem die Verteidigung stärken soll. Außerdem bekam Center Enes Kanter, einer der besten Vollstrecker unterm Korb, einen neuen Monster-Vertrag.

Oklahomas letzte Chance?

Bleiben die Thunder von größeren Verletzungen verschont, könnte es tatsächlich ihre Saison werden - womöglich aber auch schon ihre letzte Chance auf den Titel. Durants Vertrag läuft im kommenden Sommer aus, er wird dann zum "Free Agent" und zum begehrtesten Spekulationsobjekt der Liga. Zuletzt gab es fast täglich neue Gerüchte über die Zukunft des neben LeBron James besten Spielers der Welt. Mal wird er mit den Los Angeles Lakers in Verbindung gebracht, mal mit den New York Knicks. Durant gehört zwar schon in Oklahoma mit 20,1 Millionen Dollar Jahresgehalt zu den Top-Verdienern. In einem der "Big Markets" wie New York oder L.A. könnte er aber allein durch Sponsorendeals deutlich mehr Geld einstreichen als in der Provinz.

Durant: "Bin es leid, Zweiter zu sein"

Der eher bodenständige Durant beteuert zwar immer wieder, wie wohl er sich in Oklahoma City, einer für amerikanische Verhältnisse überschaubaren 600.000-Einwohner-Stadt, fühlt. Doch zugleich lässt er keinen Zweifel daran, dass sein großes Ziel der NBA-Titel ist. Nachdem er 2014 erstmals zum Most Valuable Player (MVP), zum wertvollsten Spieler der Liga gewählt wurde, betonte er anschließend in einer großen HBO-Dokumentation: "Der MVP ist nicht der Grund, warum ich in der NBA bin. Ich bin hier, um die Meisterschaft zu gewinnen. Ich bin es leid, immer nur Zweiter zu sein."

Sollte es 2016 wieder nicht für "OKC" reichen, dürfte Durant, der im kommenden Sommer alle Optionen besitzt, ins Grübeln kommen, ob er mit seiner Titel-Mission nicht doch besser bei einem anderen Verein aufgehoben wäre. Zumal 2017 auch die Verträge von Westbrook und Ibaka auslaufen - das Thunder-Team, das in den vergangenen fünf Jahren dreimal im NBA-Halbfinale stand, droht auseinanderzufallen.

Und Durant ist kürzlich 27 Jahre alt geworden - just das Alter, in dem auch LeBron James und Michael Jordan ihre Teams zum ersten Titel geführt haben. Vor dem Start der neuen Saison stellte Oklahomas Superstar klar, dass er nicht noch einmal wie im Vorjahr am Fernseher erleben möchte, wie die Golden State Warriors den Titel holen: "Ansehen zu müssen, wie sie den Titel gewinnen, ganz ehrlich: Ich habe es gehasst."

Stand: 27.10.2015, 08:46

   
27.10.2015 08:46    Kommentare: 0    Kategorien: Sonstige News      Stichwoerter: basketball  nba  oklahoma  city  thunder  kevin  nrw  
 
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