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Alexander Zverev ist nach dem Aus in der ersten Runde von Wimbledon niedergeschlagen. Vor allem der Rechtsstreit mit seinem Manager setze ihm zu, s...

Nach dem Aus in Wimbledon

Alexander Zverev "am Scheideweg"

Alexander Zverev ist nach dem Aus in der ersten Runde von Wimbledon niedergeschlagen. Vor allem der Rechtsstreit mit seinem Manager setze ihm zu, so der beste deutsche Tennisprofi. ARD-Experte Thomas Perlebach sieht Zverev "am Scheideweg". Die Probleme müssten schnell gelöst werden, sonst könne das "ganz böse" enden.

Knapp neun Minuten dauerte die Pressekonferenz mit Alexander Zverev. Er war, wie sollte es auch anders sein, ziemlich niedergeschlagen. Schon in der ersten Runde kam das Aus beim bedeutendsten Tennisturnier der Welt.

Es habe aber, so sagte Zverev, nichts mit Tennis zu tun, dass er auf dem Rasen von Wimbledon schon so früh scheiterte. Der Grund für die Niederlage gegen den tschechischen Qualifikanten Jiri Vesely liege in dem "Mann", der sogar mal "ein Freund" gewesen sei, jedenfalls mehr als ein Manager.

Es ging in den knapp neun Minuten sehr viel um jenen Mann, dessen Namen Zverev nie aussprach. Trotzdem wusste jeder im Raum, dass Patricio Apey gemeint war. Er, also Apey, "tut alles, um mir zu schaden", so Zverev.

Näheres dürfe er nicht sagen. So bleibt vieles nebulös in diesem Streit zwischen dem hoch veranlagten Tennisspieler und Patricio Apey, einem 53 Jahre alten Chilenen, der die ACE Group in London als Direktor führt.

Die Beratungsfirma hatte schon viele Größen aus dem Tennisgeschäft unter Vertrag, etwa den britischen Wimbledonsieger Andy Murray, auch die ehemalige argentinische Weltklassespielerin Gabriela Sabatini und den Deutschen Nicolas Kiefer.

Zverev wurde viele Jahre von Apey betreut, zum Nutzen für beide. Im Herbst 2018, just nach Zverevs Sieg beim ATP-Finale, soll es dann zum Bruch gekommen sein. Warum ausgerechnet nach einem Triumph, wurde Zverev gefragt, und er antwortete wieder nur vage: "Weil nach dem Erfolg kommt seine Arbeit. Und da kommen viele Dinge dann raus."

"Es geht um sehr, sehr viel Geld"

Thomas Perlebach berichtet seit vielen Jahren für den ARD-Hörfunk über Tennis. Er kennt Zverev schon lange und ist auch beim Turnier 2019 wieder in Wimbledon.

Perlebach sieht den Fünften der Weltrangliste "am Scheideweg". Falls Zverev die Probleme nicht schnell in den Griff bekomme, könne "das ganz böse für ihn ausgehen". Der Rechtsstreit, in dem es um "sehr, sehr viel Geld" gehe, aber auch das Kompetenzgerangel zwischen Zverevs Vater und Trainer Ivan Lendl müssten dringend beigelegt werden, so der ARD-Experte im ausführlichen Gespräch mit der Sportschau.

Stand: 02.07.2019, 13:00

   
02.07.2019 13:00    Kommentare: 0    Kategorien: Sonstige News      Stichwoerter: grand slam  wimbledon  alexander zverev  deutschland/international  
 
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