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Volkssport in den

Randsportart Baseball

Baseball - komplex, faszinierend und in Deutschland kaum gespielt

Volkssport in den USA, Randsportart in Deutschland: Baseball ist nicht zuletzt aufgrund seiner hohen Komplexität hierzulande deutlich weniger beliebt als in den Staaten. Dabei gibt es auch in Deutschland hochklassigen Base- und Softball zu sehen - im Oktober werden die deutschen Meisterschaften ausgespielt.

Die Spielerinnen der Wesseling Vermins sicherten sich den deutschen Meistertitel im Softball bereits am vergangenen Wochenende. "Ein Spiel auf sehr gutem Niveau - Werbung für den Sport“, befand Jürgen Elsishans, Präsident des Deutschen Baseball und Softball Verbands (DBV), nach dem entscheidenden 7:3-Sieg der Vermins in der Finalserie gegen die Freising Grizzlies. Bei den Männern können die Heidenheim Heideköpfe gegen die Bonn Capitals am Samstag (17.10.20) nachziehen und ihren Baseball-Meistertitel verteidigen.

Die breite Öffentlichkeit wird von dem großen Erfolg der Vermins und dem Herren-Finale wenig mitbekommen, denn Baseball und seine bei den Damen gespielte Variante Softball sind in Deutschland absolute Randsportarten. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zählte beim DBV im vergangenen Jahr 22.310 Mitglieder - damit reihte man sich im Ranking der mitgliederstärksten Sportarten Deutschlands auf Platz 46 ein, einen Rang vor dem Verband für Boule, Boccia und Pétanque.

Komplexität des Sports als Hindernis

Klaus Eckle, Trainer der Titelanwärter aus Heidenheim, kann nur bedingt nachvollziehen, weshalb sich Baseball in Deutschland so schwertut: "Ich würde auch gerne wissen, woran es wirklich liegt, dass wir nicht so aus dem Nischendasein herauskommen." Mögliche Gründe könnten die geringe Zahl an Baseball-Plätzen in Deutschland oder die Komplexität des Sports sein. Schließlich habe Baseball mit seiner Ähnlichkeit zum Brennball wenig mit in Deutschland beliebten Sportarten wie Fußball oder Handball zu tun, bei denen die Mannschaften auf Tore schießen und werfen, um Punkte zu bekommen. "Der Zugang zum Baseball ist etwas schwieriger, man muss sich in die Sache ein bisschen eindenken", so Eckle.

Zufriedengeben will sich der Heidenheimer Trainer damit nicht. Er bescheinigt Baseball in Deutschland großes Potential und sieht in Max Kepler, der als Spieler bei den Minnesota Twins in der US-amerikanischen Major League Baseball (MLB) für Furore sorgt, ein mögliches Zugpferd für seine Sportart. "An Major-League-Vorbildern fehlt es nicht. Es fehlt vielleicht an entsprechenden Fernsehzeiten, um Jungs wie Kepler zu Stars aufzubauen", gibt Eckle zu bedenken. Dass es durchaus sehr gute deutsche Baseballspieler gibt, zeigen zudem fünf Halbfinalteilnahmen der deutschen Herren bei den vergangenen sieben Europameisterschaften.

Konstante Mitgliederzahlen

Für DBV-Präsident Elsishans ist es bereits ein Erfolg, dass die Mitgliederzahl stabil bleibt. "In den letzten Jahren ist die Zahl auf einem ziemlich gleichen Niveau geblieben und damit sind wir eigentlich schon zufrieden", sagt Elsishans. Die Konkurrenz durch Sportarten wie Fußball oder Handball sei groß und so müsse man "harte Arbeit in den Vereinen leisten und über Schulprogramme oder sonstige Werbung versuchen, junge Talente vom Baseball zu begeistern".

Doch was ist das Faszinierende an der Sportart? Für Elsishans ist es die Komplexität und taktische Vielfalt des Spiels. Zudem habe Baseball durch seine Struktur ein einzigartiges Zusammenspiel aus Individual- und Mannschaftssportart: "Bei der Feldmannschaft steht die komplette Mannschaft auf dem Platz. Vom Gegner ist erstmal nur ein einziger Spieler da. Der ist dann im Duell mit dem Pitcher. Hier haben wir ein Eins-zu-eins-Duell, integriert in eine Mannschaftssportart. Das ist etwas ganz anderes im Vergleich zu den anderen Mannschafts- und Individualsportarten, eine ganz besondere Spannung."

Zwei 3:0-Serien im Finale?

Diese Spannung konnte man beim entscheidenden Meisterschaftsspiel der Frauen zwischen Wesseling und Freising miterleben. Lange Zeit konnten die Freisingerinnen das Spiel ausgeglichen gestalten, ehe Wesseling beim Stand von 3:3 im fünften von neun Spielabschnitten („Innings“) vier Punkte auf das Konto brachte und sich den Softball-Titel schnappte.

Bei den Männern führen die Heidenheimer Heideköpfe nach zwei Spielen der Best-of-Five-Serie mit 2:0 gegen Bonn. Trainer Eckle zeigt sich vor dem Aufeinandertreffen in Heidenheim optimistisch: "Es ist ganz schön schwierig uns in Playoff-Spielen zu schlagen. Wir sind eine echte Mannschaft mit vielen erfahrenen Spielern."

Bis zu 2.000 Zuschauer wären möglich gewesen

Ohne Corona-Auflagen wären zum Finalspiel in Heidenheim wohl bis zu 2.000 Zuschauer gekommen - durch die behördlichen Einschränkungen werden es am Samstag aber wohl maximal 500 sein. Das ist immerhin ausnahmsweise mehr als bei vielen Spielen der Fußball-Bundesliga. Das kommt ja auch nicht alle Tage vor.

Stand: 15.10.2020, 08:30

   
15.10.2020 08:30    Kommentare: 0    Kategorien: Sonstige News      Stichwoerter: softball  deutschland  dbv  zuschauer  deutschland/international  
 
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